Das Kommunalwahlprogramm 2013

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   Die Linke – Kreisverband Dithmarschen

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             Für eine kostengünstige und klimaschonende Energieversorgung !

          Für die Förderung der erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie !

          Für intensive Bemühung um Energieeinsparung und -effizienz !         

 

 

             Energiepolitische Forderungen der Partei „Die Linke“ für Dithmarschen

 

1.   Es ist anzustreben, dass die größeren Gemeinden (Brunsbüttel, Meldorf,

      Büsum, in Heide ist  dies schon der Fall) die Energieversorgung in eige-

      ner Regie durchführen und damit in Konkurrenz zu den großen Stroman-

      bietern treten. Eventuell ist auch eine Verbundlösung denkbar. Wichtig ist,

      dass die Energieversorgung als wesentlicher Bereich der Daseinsvorsorge

      dort, wo es kostengünstig möglich ist, wieder in die Verantwortung der

      Kommunen übernommen wird. Ein Netzrückkauf durch die Gemeinden

      ist überall anzustreben. Dabei sollte der Kreis, soweit möglich, Hilfestel-

      lung leisten, z.B. eine Anhörung zum Thema durchführen, Dienstleistun-

      gen anbieten.

 

2.   Der Schwerpunkt muss auf dem Ausbau regenerativer Energien liegen,

      insbesondere der Windenergie. Auch kleinere Gemeinden sollten in Anla-

      gen zur Energieproduktion investieren, z.B. in Windparks, Solaranlagen,

      Biogas-Anlagen, um damit eine zunehmend dezentrale Energieproduktion

      zu ermöglichen und die Anzahl der Großkraftwerke zu reduzieren. Auch

      Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung sind zu fördern.

 

3.   Eine Konzentration von Großkraftwerken , insbesondere von Kohlekraft-

      werken, in Brunsbüttel lehnen wir ab. Die Umweltbelastung der Region,

      ohnehin schon groß, würde dadurch in unzumutbarer Weise erhöht

      werden. Auch die in Aussicht gestellte CCS-Technologie (Verflüssigung

      und unterirdische Lagerung von CO²), die, wenn überhaupt, erst ab 2020

      zur Verfügung stehen würde, kann eine Entscheidung für Kohlekraftwerke

      nicht rechtfertigen. Wir verurteilen ausdrücklich, dass die Brunsbüttler

      Ratsversammlung hier keine ausreichende Gegenwehr leistet.

 

4.   Das Kernkraftwerk in Brunsbüttel muss so schnell wie möglich abgeschal-

      tet werden, da ein sicherer Betrieb offensichtlich nicht gewährleistet ist

      und die Kapazität auch nicht unbedingt benötigt wird.

 

5.   Brunsbüttel muss Hafenstandort für Offshore-Projekte werden. Vor der

      Dithmarscher Küste ist ein Offshore-Windpark einzurichten.Um die zu-

      sätzlichen Stromkapazitäten in das Stromnetz einspeisen zu können, ist

      dieses entsprechend auszubauen.

 

6.   Die vorhandenen Windenergieanlagen sind durch Repowering zu moder-

      nisieren und aufzustocken. Der Aufbau neuer Anlagen ist zu fördern.

 

7.   Der Kreis muss sich in allen kreiseigenen Einrichtungen um Energieein-

      sparungen bemühen und bei den Gemeinden darauf hinwirken, dass auch

      diese dies als ein vorrangiges Anliegen betrachten und entsprechende

      Maßnahmen ergreifen.

 

          Der Kreis muss sich bemühen, die Hindernisse, die der Verwirklichung dieses

          energiepolitischen Konzepts entgegenstehen, z.B. bürokratische Hemmnisse,

          politische Widerstände, aus dem Weg zu räumen, und Initiativen von Ge-

          meinden und von privater Seite zu fördern, die diesem Konzept entsprechen.

 

          Erarbeitet von der Kreistagsfraktion. Beschlossen am 1.10.2008.

         

          Kontakt: Klaus Roosen

                         Rosenstraße 5

                         25709 Marne

                         Tel.: 04851-3222